26.01.2010 (k) Chiang Mai

…ist es wirklich schon so spät?“, frage ich mich, als Franzi an unsere Zimmertür klopft, um den Schlüssel ihres Zimmers abzugeben. Aber ja, es ist schon 9 Uhr morgens und unsere Reise- und Sonstauchfreunde wollen noch ihre 24 Stunden-Straßenmaschine ausnutzen und starten auf eine schnelle Runde. Wir verladen anschließend ihr Gepäck in unser Zimmer, denn heute Abend fahren Philip und Franzi mit dem Nachtzug nach Bangkok, das heißt, das Zimmer muss ausgecheckt werden.

Nach einem ausgiebigen Frühstück in unserem Stammlokal, das sich sympathischerweise seit fünf Jahren nicht verändert hat, kehren wir zum Hotel zurück und beschäftigen uns bis in den frühen Nachmittag hinein mit Recherchen und Planungen für unsere Rückkehr nach Südchina.

Unser Plan, mit dem Boot auf dem Mekong von Chiang Saen direkt nach Jinghong zu fahren, klingt nach einem Telefonat mit einem Gästehaus in Chiang Saen, das Tickets für diese Route anbietet, umsetzbar. Die Boote scheinen zu fahren. Wir waren uns nicht sicher, da der Schiffsverkehr auf dem Mekong in der Trockenzeit wohl irgendwann ganz zum Erliegen kommt, doch erstens dauert die Trockenzeit ja noch länger, und zweitens fährt das kleine Touristenboot vielleicht sogar auch dann.

Ja, ist es wirklich schon so spät? Plötzlich sind Philip und Franzi von ihrer Tour zurück und es ist an der Zeit, noch ein gemeinsames, frühes Abendessen einzunehmen. Während wir noch etwas planen und Franzi duscht, wird Philip bereits vom Hotelpersonal auf der Bambusmatte in der Küche mit durchgefüttert. Dennoch begleitet er uns auf einen Espresso und einen Klebreis mit Mango noch mit – na wohin wohl – ins Stammlokal.

Dann geht alles recht schnell. Kurz nach 16 Uhr stehen nur zwei bepackte Drahtesel vor dem Hotel. Der Himmel beginnt zum ersten Mal seit Wochen (ja gut, außer gestern Abend) zu weinen, als Franzi und Philip hinaus auf die Thapaeroad in Richtung Bahnhof abbiegen. Sie sind doch eben erst angekommen!

Wer hat an der Uhr gedreht?