11./12./13.07.2010 (k) Pausetage in Filipstad

„Wir kommen aus Norwegen. Von ganz oben – und wir hatten nur Schietwetter!“, so die nette Oldenburgerin, die sich mit ihrem Mann und dem Wohnwagen vorn am Seezugang platziert hat. Wir stehen zwei Etappen vor Norwegen. Die Wetteraussichten sind bescheiden. Stattdessen sind die Titelseiten der Tageszeitungen hier täglich neu mit Berichten über den Jahrhundertsommer in Schweden gefüllt. „Hett, hett, hett!“ – wer will da schon in Norwegens kalten Siff? Camping Munkeberg hier in Filipstad trägt noch seinen Teil dazu bei, dass das Bleiben leichtfällt. Überschaulich, freundlich, mit toll ausgestatteter Küche, Aufenthaltsraum und -terrasse. Nicht zu vergessen der wunderschöne, eisenhaltige See, in den allerdings von uns vieren nur ich mich mehrmals täglich stürze. Wir bleiben also. Erst einen Tag. Da gibt es viel Organisatorisches (Bilder, Blogs, Radputzen) zu tun und am Abend natürlich ein Festmahl (Sardischen Gemüseauflauf, Pellkartoffeln mit Frischkäse-Kräuterrahm und mit Mozzarella überbackene Hähnchenschnitzel) zum WM-Finale. Dann noch einen Tag. Da geht der Matze zum Friseur, wir essen einen Mittagsdöner, überlegen, ob wir Molles Hinterradspiel noch irgendwie beseitigen können, doch der Radladen ist eher ein Angel- und Rasenmäherladen, lesen, und kochen am Abend ein weiteres Leckeressen: Gemüsecurry mit Fladen und „Chicken ginger“. Auf der Terrasse sitzend müssen wir schmunzeln – es ist schon ziemlich als träfen wir uns zu Hause! Und dann bleiben wir noch einen Tag. Soll ja nicht nur ein Kurzurlaub sein! Verschiedene Routen und Reisepläne werden durchdacht. Wir lesen. Uli paddelt Matze hinaus auf den See, damit er dort vielleicht einen Fisch herausziehen kann. Und am Abend wird es Pfannkuchen geben, die sich Uli schon lange wünscht: herzhafte und süße versteht sich! Schön, so ein Urlaub! Das Wetter in Norwegen ist noch immer nicht besser. Should we stay or should weg go?