Ambleside-Grange-over-Sand, dann Zug bis Carnforth und Rad bis Bolton-les-Sands:          38km, 630 Hm

Die Wetteraussichten sind nicht berauschend. Cloudy, etwas Regen. Und tatsächlich wabert dichter Nebel um unser Zelt, die Schafe und Hühner, die Mammutbäume, Jurten und Hauszelte. Trotzdem…nein, als wir das Zelt gerade abbauen wollen, beginnt es zu regnen. Wir retten uns ins heimelige Camping-Café, genießen Cappuccino und Mandelhörnchen. So richtig will es aber nicht aufhören mit dem Regen. Sprühregen macht auch nass. Also Regenkleidung an und los. Um den Ort, doch nochmal in den Ort, wir brauchen auch Wasser in den Flaschen. Dann rollen wir über die Hügel, streng hoch, streng runter, wie immer. Nach Hawkshead, Graythwaite, Lakeside und Newby Bridge. Es nieselt, dann sonnt es her, Wolken kommen und gehen. Irgendwie eine tolle Stimmung. Und warm ist es eh – in England. Touristenschwärme besteigen in Lakeside Schiffe und alte Züge, wir essen Hummus-Baguette und verfüttern den Schinken an die Möwen. Ein bisschen weiter, es geht mehr bergab, wir fahren zum Meer. Nach Grange-over-Sands. Von hier nehmen wir den Zug um die Bay of Morecambe bis Carnforth. Wir wollen heute noch Simon und Antje mit den Kindern treffen und der Weg um die Bucht ist weit und öde. Die A6 mit ihren schnellen Autos ärgert uns noch bis Bolton-les-Sands, dann stellen wir auf der Red Bark Farm unser Zelt neben den roten Blumen-Bus der Stierles in den böigen Wind. Eine lokale Bier-Auswahl und leckere Knabbereien empfangen uns. Dann kochen wir Currys und quatschen bis tief in die Nacht, Daunenjacken und Mützen inklusive. So kann es also auch sein, das England.

29Aug2013