Langcliffe – Pateley Bridge: 51km, 1370 Hm

Der Name “… cliffe” sollte nur nicht missverstanden werden, so scheint es. Klippe heißt: etwas steht senkrecht vor einem und geht weit hinauf. Von Langcliffe geht es also mit gefühlten 45% weit hinauf. Der Weg heißt so harmlos “Henside lane”, aber das ist nur Verarschung. Sie sollte vielmehr “Bulls lane” heißen. Denn eben so einer führt hier in weiß die Herde an und versetzt ein paar nicht schwach aussehende Männer in einem kleinen blauen Auto doch in so viel Aufregung, dass sie uns vor ihm warnen. Schön defensiv bleiben wir hinter der Herde und die verlässt irgendwann die Straße, die sich mittlerweile immerhin “Henside Road” nennen darf (vielleicht, weil jetzt auf ihr ein Fahren wieder möglich ist – das war bei den Steigunsgraden zuvor nicht garantiert!) nach links. Wir geben Stoff und retten uns über das nächste “Cattle grid”. “Yorkshire Dales National Park” – und wir mittendrin. Fast nur Wanderer und ein paar Mountainbiker zu sehen. Ein schönes, hügeliges Gebiet – dem Wind ausgesetzt. Kommt für uns von hinten, macht Spaß. Auf dem Plateau passen wir nicht so ganz gut auf den Weg auf und “stürzen” hinab nach Malham. Alle Höhe weg. Dafür gibt es Kaffee, Tagessuppe (Karotte-spicy-Linse) und den obligatorischen Scone. Das verkürzte Tagesziel Grassington (abermals Kaffee, diesmal aber “Goatcheese tarte mit Salat”) wird nochmal hinausgeschoben und wir schlagen uns durch bis Pateley Bridge. Im ziemlichen Kaltfrontwind, doch ohne Regen noch gut machbar. Vom ortsnahen, ruhigen Camping findet sich der Weg ins Pub leicht. Viel Betrieb hier, weil heute Pferderennen war (das wir leider verpasst haben!) und ein Burger zu zweit scheint uns besser als im Kalten noch lange zu kochen. Cheers.

01Sep2013