01.02.2010 (k) – Mae Sai – Chang Saen (ca. 40 Kilometer Transport)

Frei nach einem Schlager-Klassiker von einem österreichischen Nachbarn (wer so wie ich mit Bayern 1 aufgewachsen ist, wird das Lied kennen;-). Etwas traurig geben wir der Dame von „Maekhong Delta Travel“ im kleinen Büro in Chang Saen unsere Pässe, damit sie sie noch innerhalb der nächsten Stunde zur örtlichen „Immigration“ bringt, um uns aus Thailand auszustempeln.

Was zuvor geschah: wir haben richtig lang geschlafen und danach noch Pläne für die nächsten Tage in der Umgebung geschmiedet. Dann, als wir uns zum späten Frühstück in die Stadt begeben wollen, treten wir nochmals zur Sicherheit ins Büro von Delta Travel neben unserem Hotel, um unsere Handynummer abzugeben, damit sie uns erreichen können, sobald das nächste Boot nach China voll genug ist, um zu fahren. Eine nette Mitarbeiterin lässt nochmals prüfen, wann wir denn als nächstes mitgenommen werden können und sagt dann: „Tomorrow“. „Tomorrow?“ – aber am Dienstag fährt doch eigentlich überhaupt keines der Schiffe! Wir erfahren, dass wohl alle anderen Boote , die eigentlich Mo, Mi, Fr fahren von Gruppen gechartert sind, und wir diese Gruppen nicht „joinen“ können. Wahrscheinlich wirft das baldige Chinesische Neujahr schon wieder seine Schatten voraus! Das einzige Schiff, das für uns in Frage kommt, fährt morgen Früh um fünf, oder am 15. Februar. Na super! Haben wir uns doch eben erst noch ein paar gemütliche Thailandtage ausgemalt. Ein wenig verstört packen wir zusammen und kaufen die Tickets. Hier jetzt noch ganze zwei Wochen Runden drehen ist auch nicht Sinn der Sache. Und wer weiß – in Südchina hat es gerade eine ziemliche Dürre – vielleicht ist der Mekong in zwei Wochen komplett versandet.

Statt zum Frühstück geht es nun eben an die Straße, um ein Songtheo nach Chang Saen, dem Abfahrtsort des Schiffes, zu ergattern. Leider kommt längere Zeit keines vorbei, das uns mit nach Chang Saen nehmen könnte. Wir versuchen unser Glück noch am Busbahnhof, doch dort schickt man uns nur wieder in die Stadt, zu den Tuckerteilen. Da die Zeit langsam knapp wird – es muss unbedingt heute Nachmittag noch der Ausreisestempel in unsere Pässe – lassen wir uns vom Reisebüro unseres Vertrauens in einem silbernen Minivan privat nach Chang Saen fahren. Für 14 Euro auch erschwinglich! Für Insider: wir sind Busmafia! Was für ein Gefühl! Radeln war uns angesichts der fortgeschrittenen Zeit zu riskant, wenn wir jetzt schon aufbrechen müssen, dann soll es auch klappen! Für einen Buddha-Ehren-Stopp hält der Fahrer noch am Goldenen Dreieck bzw. der Stelle, an der dieses Dreieck für den gemeinen Touristen am besten zu sehen ist. Fünf Minuten sind völlig ausreichend, um diesen Punkt zu besichtigen – aber ein voller Tourierfolg! Klick – und weiter geht’s.

Ja, und hier sitzen wir nun. Morgen um diese Zeit schlummern wir – wenn alles klappt – wohl wieder in einem chinesischen Bett. Nicht, dass uns das nicht gefallen würde, aber jetzt ging es doch schnell.

Um im Text zu bleiben: „…Lass di weitertreibm! Trotzdem war’s schee!“