25.09.2009 Xining (k)

Zum Aufbrauch steht das gesamte Gepäck bereit. Der Plan ist nun doch, ein kleines Stück nach Osten zu fahren und dann nach Süden Richtung Xiahe. Somit lassen wir das südwestlich gelegen Ta Er Si Kloster im wahrsten Sinne des Wortes „links liegen“, da der Weg von dort (laut guter Recherche von Votta) nach Osten über einige Bergrücken mit vielen Höhenverlusten führt, was nicht gerade so klang, als müsse man sich dem unbedingt mutwillig aussetzen.

Das Geräusch von Autoreifen auf nasser Fahrstraße und ein unangenehmes Grummeln im Bauch lässt mich kurz vor sieben Uhr aufwachen. Draußen ist alles grau in grau bzw. noch dunkler, da noch nicht richtig hell und es regnet in Strömen. Hatten die beiden Hotelboys, mit denen wir gestern Abend noch übers Wetter geplaudert hatten doch recht! Regen heißt Dableiben. Jaja, so sind wir – richtige Sonntagsradler. Nicht immer, aber wenn man in einem so gemütlichen Hotel liegt, ist das keine Frage.

Als sich kurz später das Grummeln im Bauch in einen Regen ins Klo verwandelt ist sowieso klar, dass wir hier nochmals einen Tag dranhängen. Auch Molle sitzt 5 Minuten später über der Schüssel. Wir können uns nicht so recht erklären, woher nun diese Darmverstimmung rührt – gestern Abend aßen wir in einem Feuertopfrestaurant und haben fast nur Gemüse, das in der heißen Brühe gekocht wurde, in uns hineingeschaufelt. Das einzig verdächtige Nahrungsmittel bleibt der Nachtisch: ein Joghurt, der etwas säuerlich vergoren, aber nicht übel schmeckte … wahrscheinlich war es sogar ein Yakghurt (oder Kackghurt), den wir einfach nicht vertragen haben.

Während es mir bereits um 9.00 Uhr so gut geht, dass ich das Hotelfrühstück, das hier sogar einigermaßen gut ist, nicht verfallen lasse, hat Molle noch immer damit zu kämpfen, und jetzt ist es schon 16.00 Uhr. Hoffte eigentlich, dass es sich nur um eine kleine Verstimmung handelt – mal sehen, wie es weiter geht.

So, Details dazu braucht aber keiner. Wir schreiben wieder, wenn‘s was Interessanteres gibt!