01.07.2010 (k) Körka Pausetag

Segler und Radler sind die zwei Hauptgruppen auf dem Campingplatz. Heute ist Großputztag. Ein finnisches Pärchen ist mit seinem Segelschiff angereist und wird den Sommer über hier bleiben. Um ihren Aufenthalt kostenneutral zu halten, putzen die beiden täglich die Sanitär- und Küchenanlagen des Platzes. Ein „working-holiday“, wie sie sagen. Den Rest des Tages können sie segeln oder nichts tun, so wie wir heute. Matze und Uli sehen sich das Schiff genauer an. Am Ufer liegt das Wrack eines alten Fischerbootes von 1947. Es liegt seit 1974 auf der Steinbank. Bis in die 60er Jahre waren diese Boote – von denen es fünf an der Zahl gab – die einzige Transportmöglichkeit für die Menschen. Dann kamen die Fähren. Im Rumpf des Schiffes wurde der Fang lebend transportiert, Löcher in den Außenwänden sorgten für Frischwasseraustausch in diesem Bootsabschnitt. Ein anderer Abschnitt diente dem Rücktransport von Lebensmitteln von Turku zu den kleinen Inseln. Sehr interessant.  Ansonsten vergeht die Zeit mit lesen, quatschen, surfen (im Netz) und Zimtschnecken essen. Baden nimmt keinen großen Raum ein, nur ich hüpfe kurz ins Meer, aber es ist noch ziemlich saukalt.

Am frühen Nachmittag verschwindet die Sonne hinter dichten Wolken, was uns ruhigen Gewissens die angedachten Ausflüge zum Cidre-Gut und zum Kloster abblasen lässt. Wäre sowieso nur dem typischen „man kann doch nicht nichts machen!“ geschuldet gewesen. Dafür mieten wir uns von 21 – 22 Uhr die Sauna. Für schlappe 10 Euro hat man den nagelneuen Raum ganz für sich allein. Zum Abkühlen hüpfen wir kurz ins Meer. Wir kommen uns richtig finnisch vor. Ein schönes Fleckchen Erde hier!