21.07.2010 (k) Hov/Lygnastrand – Etnedal (40 km, 200 Hm)

Es ist nach 8.00 Uhr als ich vorsichtig von unserem Bodenlager zu Uli aufs Sofa hinüberspitze, sie ist noch da – und auch Matze schlummert noch selig in seinem Himmelbett aus Holz. Irgendwie scheint unser Bild von „d e n“ Extremfrühaufstehern nur noch wie ein kaputter Spiegel durch den Rahmen unserer Vorstellung zusammengehalten zu werden. Matze, meint sogar, als er sich aus dem Bett schält, er hätte noch länger geschlafen. Vielleicht müssen die beiden einfach nur spät genug ins Bett? Und dafür sorgen wir ja. Wir nützen unsere „Berghütte“ für ein gemütliches Frühstück, draußen regnet es sowieso noch. Aber die Wettervorhersage gibt ab 12.00 Uhr einen Regenstopp an, an dem wir uns orientieren. Packen und Hütte reinigen sowie eine wenig Internetsurfen und schon hält der Regen inne und um 12.15 Uhr hat uns die Straße wieder. Es sind sowieso nur 40 Kilometer geplant – eine Annäherung an die Berge, damit wir morgen, wenn es dann wieder sonnig ist, gleich vor Ort sind, um in die Höhe zu strampeln. Bis Dokka begleiten wir noch den Randsfjorden, oder er uns. Dort kaufen wir für den Abend ein und schließen die zweiten zwanzig Kilometer an, die dem Tal weiter folgen und leicht ansteigend, schön am Fluss entlang und gegen Ende sogar auf Kiesstraße verlaufen. Der Etna Familiecamping liegt, wie der Name schon sagt, in Etnedal im Valdres. Das Valdres gehört zur Provinz Oppland und ist bekannt für seine wunderschöne Natur, die frische Luft und die vielen Sport- und Erholungsmöglichkeiten – frei nach der Campingbroschüre. Matze kauft sich sogleich eine Tageskarte für den Forellenfisch und ward nicht mehr gesehen. Wir drei gehen es ruhiger an und genießen erst einmal ein Kaffeetscherl und eine Dreiminutendusche, bevor wir ein wenig „Büroarbeit“ folgen lassen. Das Abendessen steht im Grunde auch schon fest: Tikka Massala Hähnchencurry und Süßsauergemüse. Es sei denn, Matze bringt noch Forellen daher, dann müssen wir noch eine Fischvorspeise einschieben. Aber morgen geht es ja in die Berge, da kann ein wenig Eiweiß unseren Muskeln nicht schaden!