18.08.2012 Taninges – Genf

Hier gibt es einen Gastbeitrag von meinem Reisepartner Dirk zu lesen:

Den letzten französischen Tag werden wir ebenfalls wieder hitzig-sonnig verbringen, was nach dem ersten Blick aus dem Zelt ins Himmelsblau feststeht – wunderbar. Nach einem leckeren Frühstück am Dorfplatz von Taninges gehts dann über den letzten Col, den Gets. Äußerst verkehrsreich donnern die motorisierten Blechdosen an uns vorbei, genießen kann man den 5%-Anstieg auf ca. 1100 m Höhe eher weniger – er gehört halt zur Route des Grandes Alpes dazu, basta. Die Abfahrt an den See nach Thonan les Baines entschädigt allerdings für das eben Erlebte: Durch ein schönes Tal mit Flüsschen lassen wir unsere Esel über 20 Kilometer laufen. Im Städtchen angekommen, entscheidet sich Molle mit der Rückgabe einiger Tickets für seinen weiteren Weg, nachdem wir uns am morgigen Sonntag trennen werden. Danach gehts zunächst am Ufer des Sees mit Auf und Ab und Ampeln entlang, etwas mühsam, da es doch noch eine Strecke bis nach Genf ist. Auf der Schnellstraße siehts da zwar besser aus, doch der Autoverkehr ist auch nicht das Wahre. Wir entscheiden uns dann doch für einen Abzweig und folgen über einen leichten Anstieg den Weg zum See. Das tönt, wie der Schweizer zu sagen pflegt, schon viel besser. Wenig später kommen wir dann nach mondäner Anfahrt an unserm Luxus-Campingplatz in Genf an, wo sich der Kreis unserer “abgefahreren” Tour wieder schließen soll. Wir zelten am Hintern einer 8m hohen Hüpfburggiraffe, was mich nicht gerade fröhlich stimmt, doch in Anbetracht des schattigen Plätzchens muss man diesen Kompromiss wohl eingehen. Nachdem sich die Aufregung gelegt hat, bereiten wir unser Abendessen zu und dinieren fürstlich auf einer Bank, die neben unserem zusammengestellten Zelten steht.
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2012-08-18